Die neue „kontaktlose“ Gesellschaft

Services für Parken und Mobilität weisen den Weg. Kontaktloses Bezahlen schützt die Gesundheit zahlreicher Menschen und liefert wichtige Daten für die öffentliche Sicherheit.

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Der anstehende Prozess der Öffnung des gesellschaftlichen Lebens und die Erholung von der Corona-Krise werden voraussichtlich sehr dynamisch verlaufen – besonders auch hinsichtlich der Mobilität und des Parkverhaltens. Um ein besseres Gefühl für die mögliche Entwicklung zu bekommen, sind statistische Analysen und fundierte Prognosen nötig. Dafür wirft PARK NOW – basierend auf Experteninterviews und eigenen Daten – einen Blick in die Zukunft. Mit mehr als 20 Millionen Kunden in über 930 Städten weltweit verfügt die PARK NOW-Gruppe über Einblick in das digitale Parkverhalten vieler Nutzer. Zusätzlich wurden führende Fachleute aus diesem Sektor in insgesamt sieben Ländern befragt und deren Einschätzungen verglichen.

Diskutiert wurde eine Vielzahl von Faktoren, darunter die möglichen Folgen der Krise, die zu bewältigenden Herausforderungen, die bereits vorhandenen Instrumente und die nach wie vor akuten Umweltprobleme. Und obwohl die Experten in einigen Details unterschiedlicher Meinung sind, stimmen sie in Bezug auf die wesentlichen Punkte und Entwicklungen überein: der Reiseverkehr wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in großem Umfang wieder aufgenommen, während sich die allgemeine Mobilität in Richtung einer „Shared Mobility“ entwickelt. Zudem würden sich Kommunen hinsichtlich ihres Parkangebots neu aufstellen. Vor allem aber sind die Experten der Meinung, dass die westliche Welt in schnellem Tempo zu einer bargeldlosen Gesellschaft wird – nicht zuletzt aus Gründen der Hygiene.

Das Coronavirus hat die Entwicklung in den Bereichen kontaktlose Bezahlung und Mobilität jedenfalls beschleunigt. Digitale Prozesse werden zum Standard. Behörden, die sich um die Sicherheit der Bürger sorgen, sind sich bewusst, dass Bargeldzahlungen – beispielsweise an Parkuhren – immer mit einem Risiko verbunden sind. Und Anbieter digitalen Parkens können und sollten zur Unterstützung der öffentlichen Gesundheit in Städten quer durch Europa beitragen. Noch entscheidender ist, dass Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz dabei Hand in Hand gehen. Reservierungen, mehr Transparenz bei der Verfügbarkeit freier Plätze sowie emissionsbasierte Lösungen für Städte ermöglichen Verbesserungen und sorgen für eine Verringerung der Umweltverschmutzung.

Park Now Touch Free Society

Im Parksektor sind bereits seit langem digitale Lösungen im Einsatz, wodurch er zum Vorreiter für eine digitale, berührungsfreie Wirtschaft werden könnte. Kontaktlose Services können weit mehr als nur Parkautomaten zu ersetzen – sie sind ein Modell für eine gesündere, bargeldlose Gesellschaft. Um diesen Trend voll zu verstehen lohnt sich ein Blick auf die Situation vor der Krise, auf Prognosen von Branchen-Experten zur Zukunft des Sektors, sowie auf neue Herausforderungen und mögliche Lösungen – zum Beispiel in Bezug auf die Umwelt.

Ein Sektor im Wandel

Schon vor der Covid-19-Pandemie war der Mobilitätssektor durch Sharing-Modelle und -Technologien sowie neue Ansätze für mehr Umweltschutz in Bewegung gekommen. Jetzt bringen neue, teils widersprüchliche Impulse diese Veränderungen noch weiter voran. „Autos sind nur zu vier Prozent überhaupt in Bewegung“, erklärt David Lainé, Commercial Director bei Trafi in Frankreich. Dieser Anteil dürfte noch sinken, wenn weiterhin vermehrt Angestellte im Home Office arbeiten. Auf der anderen Seite könnten Hygienebedenken aber auch dafür sorgen, dass Autos dem öffentlichen Nahverkehr vorgezogen werden.

„Mobilität im Allgemeinen wird derzeit neu bewertet“, stellt Marko Hrankovic, Geschäftsführer für Deutschland und Österreich bei PARK NOW, fest. „Das Radfahren wird gefördert und Mobilitätskonzepte, die bereits seit längerem in der Diskussion waren, treten nun in den Vordergrund. Einen ähnlichen Effekt erwarten wir für das digitalisierte Parken.“ Für Olivier Koch, Geschäftsführer von PARK NOW in Frankreich und der Schweiz, hat die Krise zudem Mängel in der gesamten kommunalen Mobilitätsstruktur aufgezeigt: „Die Menschen haben schlicht Angst, Dinge in der Öffentlichkeit zu berühren.“ Parkuhren werden, wenn überhaupt, nur selten gereinigt. Ihre Funktionsweise bedingt zudem physische Berührungen. Nun erwägen selbst Kommunen, die zuvor große Vorbehalte gezeigt hatten, eine Umstellung auf bargeld- und kontaktlose Zahlungssysteme.

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Tatsächlich versuchen einige Behörden nun schnell zu reagieren, selbst wenn sie nicht auf staatliche Unterstützung zählen können. Tony Ralph, Service Director of the Public Realm in Islington (London), bemerkt dies nicht nur innerhalb seines eigenen Bezirks, sondern auch in den verschiedenen umliegenden Kommunen. „Das wahre Ausmaß dieser Krise ist höchstwahrscheinlich noch nicht vollständig verstanden.“ Ralph ist sich jedoch sicher, dass sich der öffentliche Sektor und die Privatwirtschaft schnell anpassen und eine breite Palette von Sicherheitsmaßnahmen umsetzen werden.

Die vollständige Rückkehr der Mobilität

Die große Bandbreite an möglichen Ergebnissen erschwert jedoch die Vorhersagen. Die Experten sind sich beispielsweise nicht einig darüber, wann und wie Geschäftsreisen wieder möglich sind. Alle stimmen jedoch überein, dass irgendwann innerhalb der nächsten zwei Jahre der Status Quo vor der Krise wiederhergestellt sein wird. Joris Petillion, Geschäftsführer von Parkmobile in Belgien, ist überzeugt, dass in diesem Jahr Telearbeit vorherrschen wird. „Berufsbedingte Fahrten haben derzeit keinen Mehrwert und auch der soziale Druck seitens der Unternehmen ist aktuell nicht vorhanden. Bis zum kommenden Jahr wird Pendeln jedoch wieder alltäglich werden. Menschen haben ein kurzes Gedächtnis, und insbesondere Belgien ist ein autosüchtiges Land.“

Giuliano Mingardo, Senior Researcher am niederländischen Erasmus-Zentrum für Stadt-, Hafen- und Verkehrswirtschaft stimmt dieser Aussage zu. Er glaubt, dass es zu einer Übergangsphase mit kleineren Anpassungen kommen werde, dass die alten Pendel-Gewohnheiten jedoch zurückkehren, sobald die Einschränkungen beendet werden. „Wir sind sehr schnell von 100 auf 0 gelangt, die umgekehrte Richtung einzuschlagen wird ebenfalls schnell gehen, sobald wieder alles erlaubt ist. Deshalb glaube ich, dass sich insgesamt nur wenig ändern wird.“

Esther van der Meer, Geschäftsführerin von Parkmobile in den Niederlanden, sieht die Situation ähnlich: „Auf der einen Seite hat sich zwar gezeigt, dass wir als Weltwirtschaft in der Lage waren, innerhalb kürzester Zeit Produktion, Flug- und Pendelverkehr sowie den privaten Konsum in vielen Bereichen herunterzufahren. Auf der anderen Seite sagt der wissenschaftliche Konsens aber auch, dass sich menschliches Verhalten nur sehr schwer ändern lässt. Über kurz oder lang werden wir deshalb unsere gewohnten Verhaltensweisen aufgreifen und wieder in vollem Umfang mobil sein.”

Experten sagen lange anhaltende Veränderungen voraus

Das bedeutet jedoch nicht, dass wir wieder zu derselben Mobilität wie im Jahr 2019 zurückkehren werden. Unternehmen haben jetzt die Erfahrung gemacht, dass sie durch virtuelle Lösungen und Meetings Geld sparen können. Die Rahmenbedingungen, die sie plötzlich aufbauen mussten, lassen sich weiterhin nutzen, was Ressourcen spart. Koch stellt hier einen Paradigmenwechsel fest, und dass sich die Vorurteile über das Home Office aufgelöst haben.

Auch in Bezug auf den Autoverkehr wirft die Rückkehr zur Normalität Fragen auf. Dem TomTom Traffic Index zufolge ist die Verkehrsbelastung in Chinas größter Metropole Shanghai nach Aufhebung des Lockdowns bereits fast wieder zum Level vor Covid-19 zurückgekehrt. Die Experten halten dies auch in Europa für wahrscheinlich, auch wenn sie sich über Dauer und Ausmaß uneinig sind. Peter O’Driscoll, Geschäftsführer von RingGo, glaubt, dass die Menschen auch noch lange nach den Lockerungen der Einschränkungen öffentliche Verkehrsmittel vermeiden werden. Wann und ob sich dies ändert, dürfte von Region zu Region variieren. Nicht nur denkt O’Driscoll, dass sich das Fahrradfahren wachsender Beliebtheit erfreuen wird, auch hält er es für wahrscheinlich, dass die Regulierung und Nutzung von E-Scootern nachhaltig vorangetrieben werden.

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Hrankovic vermutet, dass die Bürger eher auf ihre Fahrräder als auf öffentliche Verkehrsmittel vertrauen werden, da dort eine sichere Entfernung zu anderen Fahrgästen nicht immer hergestellt werden kann. Derselbe Grund könnte auch zu einer Zunahme des Pkw-Individualverkehrs führen. Shared-Modelle, Fahrgemeinschaften und Taxis könnten ebenfalls profitieren, aber nur sofern sie die Infektions-Sicherheit gewährleisten können und es ihnen gelingt, dies effektiv zu kommunizieren.

Abstandsregeln und Hygienevorschriften verstärken den Trend einer kontaktlosen Gesellschaft

Es wird eine signifikante Verschiebung hin zur kontaktlosen Bezahlung geben, da Regierungen und Unternehmen aktuell nach Möglichkeiten suchen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Laut Hrankovic wurde die digitale Sphäre in den letzten Monaten insgesamt einer gründlichen Neubewertung unterzogen. Petillion stimmt dem zu. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, aber die Gewohnheiten ändern sich allmählich.“ O’Driscoll und Ralph weisen beide darauf hin, dass Kommunen sich verstärkt dafür einsetzen, Bußgelder für Parkverbote digital und ohne physische Strafzettel abzuwickeln. Progressiv agierende Städte wie Amsterdam haben entsprechende Initiativen bereits vor Jahren gestartet, andere waren vor der Krise noch eher zögerlich. Mittlerweile haben aber auch viele Städte in ganz Großbritannien damit begonnen, Parkuhren abzubauen, um so Infektionsrisiken zu reduzieren. In Deutschland machen laut Hrankovic mehr und mehr Städte durch Hinweise auf Parkscheinautomaten auf den Schutz vor Infektionen durch die Bezahlmöglichkeit per App aufmerksam, wie beispielsweise in Kaiserslautern.

Natürlich gibt es auf dem Weg zu kontaktlosen Zahlungsarten auch einige Hürden. Besonders ältere Menschen fühlen sich unsicher mit neuer Technologie oder können sie schon allein physisch nicht nutzen. Auch besteht nach wie vor in einigen Kommunen keine ausreichende Infrastruktur oder es existiert nur eine geringe Verbreitung von Smartphones. Da die Popularität von kontakt- und bargeldlosem Zahlen von Parktickets schon vor der Krise einen Anstieg verzeichnete, hatten einige Lokalverwaltungen bereits die Entscheidung getroffen, bargeldlose Zahlungen gegenüber „Cash“ preislich zu bevorteilen. Dem Beispiel von Hackney, Brent und Tunbridge Wells in Großbritannien folgend, fügten sie den Zahlungen mit Bargeld eine extra Gebühr hinzu.

Sobald die Einschränkungen gelockert werden, steht der Mobilitätssektor wohl vor besonderen Herausforderungen: Um Social Distancing beispielsweise auch im öffentlichen Nahverkehr wirksam durchzusetzen, müsste laut Lainé in Frankreich die dreifache Kapazität an Bussen und Zügen vorhanden sein. Wie in der erwähnten chinesischen Studie würde es auch dort vermehrt zu Staus kommen, wenn die Menschen vom ÖPNV auf ihr eigenes Auto ausweichen würden. Derzeit verfügt jedoch nur einer von drei Parisern über ein eigenes Fahrzeug. Auch um die Luftqualität zu erhalten und den Verkehr zu reduzieren, benötigt man dort andere Optionen. Eine Lösung liegt darin, die Transportmöglichkeiten weiter zu diversifizieren. Die Pariser Behörden haben zu diesem Zweck kürzlich den Bau von zusätzlichen 650 Kilometern Radwegen angekündigt. Die Stadt Mailand hat für die Zeit nach dem Lockdown neue Wege für Fußgänger und Radfahrer in ihre Planungen integriert und Berlin hat schnell reagiert und in bestimmten Straßen temporär neue Radwege ausgewiesen.

Parkplätze als Einnahmequelle für Städte

Kommunen haben aktuell deutliche Budgeteinbußen zu verzeichnen – nicht zuletzt, da die Gebühreneinnahmen für Parkplätze eingebrochen sind: In Belgien etwa ist die durchschnittliche Belegungsrate von Parkplätzen auf ein Minimum gesunken. Für Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind und trotzdem durchgeführt werden, werden hohe Bußgelder fällig. Laut dem Citymapper Mobility Index für März 2020 ist in Berlin die Mobilität um mehr als 50 Prozent gesunken. „In Bezug auf das Parken“, sagt Ralph mit Blick auf den Londoner Stadtteil Islington, „sehen wir einen rasanten Abfall der Einnahmen.“ Das liegt einerseits daran, dass weniger Kontrollen stattfinden und andererseits an Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass die wirklich wichtigen Fahrten nicht eingeschränkt sind. Zudem erlassen einige Kommunen aktuell essenziellen Berufsgruppen wie Mitarbeitern aus der Gesundheitsbranche die Parkgebühren. Kontaktloses Bezahlen kann dabei helfen, diese Einnahmenlücken zu schließen. Autofahrer werden mit höherer Wahrscheinlichkeit kostenpflichtige Parkgelegenheiten nutzen, wenn sie keine Parkuhr berühren müssen und so ein mögliches Infektionsrisiko senken können.

Die Lösungen der Zukunft

Glücklicherweise stehen einige Instrumente zur Problemlösung zur Verfügung. In den Niederlanden, merkt van der Meer an, könnten die Dienste der PARK NOW-Gruppe dazu beitragen, Social Distancing umzusetzen. Das Unternehmen kann das Parken in bestimmten Bereichen einschränken, etwa auf Parkplätzen neben Parks und anderen Sehenswürdigkeiten. Es könnte Metadaten verwenden, um Staus zu erkennen und bei der Vorhersage von Lücken in den Bewegungsmustern der Menschen helfen. Diese Verkehrskartierung könnte sogar zur Bekämpfung künftiger Ausbrüche oder zur Katastrophenvorbeugung eingesetzt werden.

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Lewis Wray, Director bei WSP in Großbritannien, schlägt eine kreative Lösung vor, um die Lücke der fehlenden Parkplätze im Einzelhandel zu schließen: Kommunen könnten demnach etwa die Bereiche der Bordsteine nutzbar machen. Vielerorts gibt es weniger Verkehr in den Stadtzentren, teils aufgrund von Fahrzeugtyp-bezogenen Fahrbeschränkungen – wie beispielsweise in London – teils durch eine generell geringere Nutzung des Einzelhandels aufgrund des vermehrten Online-Shoppings. Nichts desto trotz müssen Lieferungen weiterhin möglich sein. Diese freien Flächen können nicht nur für Lieferdienste genutzt werden, sondern auch anderen Unternehmen die Arbeit erleichtern, indem Reservierungen über eine Online-Plattform vorgenommen werden.

Giuliano Mingardo meint, dass Parkplatz-Reservierungen zukünftig wichtig werden könnten, um Überfüllung zu vermeiden. Mobility-as-a-Service wird bei Unternehmen und Kommunen zudem immer beliebter. So hat kürzlich die New Yorker Stadtverwaltung das Parken mittels ParkMobile und ParkNYC eingeführt, um Autofahrer von Bargeldzahlungen an ihren 14.000 Parkuhren abzuhalten. In Großbritannien wurden in den vergangenen Jahren 8.000 Geräte ganz entfernt.

Umweltbezogene Überlegungen

Der aktuelle Zeitpunkt könnte sich als ein Wendepunkt für die Nachhaltigkeit erweisen. Wray ist der Ansicht, dass es zwar noch immer eine Diskrepanz zwischen Wirtschaft und Umweltschutz gibt, sich aber der Trend und das Bestreben hin zu mehr Nachhaltigkeit und umweltfreundlichen Lösungen nach der Krise fortsetzen wird. Die Städte werden nach wie vor das Zuviel an automobilem Verkehr kontrollieren und Parkstaus in städtischen Gebieten reduzieren müssen. Darüber hinaus könnte sich der gegenwärtige ökologische Vorstoß beschleunigen, wenn die Aufmerksamkeit auf die Digitaltechnik gelenkt wird.

Die Krise hat auch dem Thema Luftqualität zu mehr Beachtung verholfen. Menschen überall in Europa haben sich ein Bild davon machen können, wie verschmutzt die Luft zuvor tatsächlich war. Sie werden sich nun des Einflusses auf die Umwelt umso bewusster sein. Besonders da diskutiert wurde, dass die Umweltverschmutzung einen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate von Covid-19-Patienten haben könnte.

Peter O’Driscoll schlägt drei Maßnahmen für Kommunen vor, um ihre Luftqualität nachhaltig zu verbessern: Emission-based Parking (EBP), Fahrradschnellwege und die Einführung einer Reservierungs-basierten Warenlieferung. Seine Antwort auf wirtschaftliche Bedenken ist, Verkehr, Handel und Luftqualität auf der Basis von Daten in Einklang zu bringen. Kommunen könnten insbesondere durch EBP Erfolge beim Umweltschutz erzielen, indem sie Besitzer von E-Autos bevorzugen. Im Londoner Stadtteil Westminster hat Emission-based Parking beispielsweise seit der Einführung vor zwei Jahren zu einer Reduzierung des Stickstoffdioxid-Ausstoßes um 38 Prozent geführt, während gleichzeitig um 13 Prozent weniger der besonders viel Schadstoff ausstoßenden Dieselfahrzeuge im Bezirk unterwegs waren.

Die Zukunft der Mobilität

Letztlich entscheidend für die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse wie auch von Nachhaltigkeitszielen sind Daten und Flexibilität. Bevor Maßnahmen getroffen werden, sollten sich Unternehmen und Behörden Datenauswertungen ansehen, um genau zu identifizieren, welche der verfügbaren Werkzeuge sie nutzen sollten, um angemessen zu reagieren. Sie sollten schnell handeln, denn:

Die Digitalisierung wird sich weiter beschleunigen. Der Anteil digitaler Zahlungen im Mobilitäts-Sektor wird drastisch steigen, auch in der Parkraumbewirtschaftung. Dies wirkt sich in zweierlei Hinsicht positiv aus: Zum einen wird die generelle Infektionsgefahr durch den Abbau von Parkscheinautomaten gesenkt. Zum anderen könnten sich mit den Daten, die durch digitale Zahlungen entstehen, auch Infektionswege nachverfolgen lassen. Parkplatz-Reservierungen können Warenlieferungen und das Pendeln erleichtern und gleichzeitig Kommunen einen Weg eröffnen, ausgebliebene Einnahmen auszugleichen. Langfristig, so die Expertenmeinung, werden wir die Entstehung einer kontaktlosen und digitalen Gesellschaft erleben.

Park Now Touch Free Society

Es gibt in der Corona-Krise keine einfachen Antworten. Wie Wray betont: „Selten gab es ein Ereignis, das auf den Alltag so vieler Menschen einen so gravierenden Einfluss hatte.“ Jedoch ist eines sicher: Für den Mobilitäts-Sektor ist die aktuelle Situation auch eine große Chance. Die Branche kann sich zu einer treibenden Kraft entwickeln, um viele positive Veränderungen anzustoßen. Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, können das Leben und die Gesundheit von Millionen verbessern und einen nie dagewesenen Einfluss auf den Schutz unserer Umwelt ausüben.

Bei all dem Leid, das die Pandemie auf der ganzen Welt verursacht hat, finden wir Hoffnung in der Tatsache, dass es ein „Danach“ geben wird – und der Mobilitäts-Sektor hat die einmalige Möglichkeit, wegweisend voran zu gehen.

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